Beraten.
Planen.
Steuern.
Advise.
Plan.
Control.

Intelligente Verkehrssysteme

Die technischen Entwicklungen im Bereich der Intelligenten Verkehrssysteme (ITS) sind beeindruckend. Die Europäische Kommission fördert diesen Entwicklungsprozess durch den ITS Action Plan, die ITS-Richtlinie (2010/40/EU) und die Delegierten Verordnungen unter der ITS-Richtlinie. Rapp hat u.a. die Europäische Kommission im Rahmen des ITS Action Plan durch mehrere Studien und Koordination einzelner Aufgaben aktiv unterstützt. Auch arbeitet Rapp seit vielen Jahren mit anderen Auftraggebern an spannenden ITS-Projekten.

SVI - Verkehr der Zukunft 2060

Das SVI-Forschungspaket „Verkehr der Zukunft 2060“ will eine visionäre Sicht auf die langfristige Entwicklung des Verkehrs in der Schweiz erarbeiten. Mehrere parallele Teilprojekte sollen dabei die (miteinander abgestimmten) Bausteine liefern, um drei gemeinsame Zukunftsbilder „Evolution“, „Revolution“ und „Devolution“ aufzubauen. Das Forschungspaket ist in sieben Teilprojekte gegliedert.

Rapp arbeitet zusammen mit Partnern an zwei Teilprojekten. Im Teilprojekt „SVI 2017/003“ geht es um den technologischen Wandel und seine Folgen für Mobilität und Verkehr. Die Ergebnisse dieses Teilpakets sollen die relevanten Schlüsseltechnologien mit ihren Treiber, Hindernissen und gegenseitigen Abhängigkeiten identifizieren, die Auswirkungen dieser Schlüsseltechnologien auf Verkehrs-Infrastruktur, -Angebot und -Nachfrage ableiten, sowie diese Technologien im Rahmen der drei Zukunftsbilder greifbar machen. Im Teilprojekt „SVI 2017/006“ geht es um neue Angebotsformen (Organisation und Diffusion). Ziel ist es, daraus schlüssige Organisationsformen abzuleiten, die eine gewünschte Diffusion unterstützen, sowie die Konsequenzen für Schweizer Mobilitätsdienstleister abzuschätzen und Handlungsempfehlungen für die Ausgestaltung der institutionellen Rahmenbedingungen abzuleiten.

Stauende-Detektion: Mindestanforderungen und Testfeld

Es wird allgemein angenommen, dass das Stauende auf Autobahnen eine potentielle Gefahr im Straßenverkehr darstellt, vor der Verkehrsteilnehmer während der Fahrt gewarnt werden sollten.

Im Rahmen einer Forschungsstudie für die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) hat Rapp Qualitätsanforderungen in Bezug auf die richtige Detektion von Stauende-Daten definiert und ein Konzept für ein Testfeld „Stauende-Detektion“ zur praktischen Evaluierung der Anforderungen erstellt.

Automatisiertes Fahren

Immer wieder wird demonstriert, dass Fahrzeuge bereits heute autonom betrieben werden könnten, wobei die Datenkommunikation über die 5 GHz-Band erfolgt.

Rapp hat für das deutsche Verkehrsministerium (BMVI) den Sachstand zum automatisierten Fahren dargestellt und die möglichen Auswirkungen von automatisiertem Fahren auf mikrowellengestützte Mauterhebung analysiert. Wichtig hierbei waren die klare Darstellung der Zusammenhänge zwischen CEN DSRC, ITS-G5 und WLAN sowie die Empfehlung eine aktive Rolle in der Diskussion zum Schutz der mikrowellengestützten Mautkontrolle zu spielen.

Platooning in der Schweiz

Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) bezeichnet die Anzahl Staustunden auf dem Nationalstrassennetz als ein zentrales Problem und hat Massnahmen des Verkehrsmanagements zur Verbesserung des Verkehrsfluss benannt. Das ASTRA hat Rapp mit der materiellen Erarbeitung der Massnahme „Evaluierung der Nutzung von Abstandshaltesystemen und Platooning“ beauftragt.

Das Ziel der Studie ist das Erkennen möglicher Chancen und Risiken des Einsatzes von Abstandhaltesystemen (ACC, CACC), darunter des Platoonings (Kolonnenfahrten in geringen Abständen dank Vernetzung) in der Schweiz. Zudem sollen Grundlagen geschaffen werden, um allfällige Gesuche für Pilotprojekte im Truck Platooning zu bearbeiten und den Handlungsbedarf für das Schaffen technischer und verkehrlicher Voraussetzungen zu bestimmen. Aus den Resultaten (Literaturstudie, Interviews, Analysen) wurden Schlussfolgerungen für den Einsatz von Platooning in der Schweiz formuliert.

PRAUTOCOL – Zertifizierung von automatisierten Autos und deren Fahrern

Das Forschungsprojekt „PRAUTOCOL“, geleitet von der HAN Fachhochschule in den Niederlanden, befasst sich mit der Zertifizierung von Fahrer und Fahrzeug im Bereich des automatisierten Fahrens mit dem Ziel, die Position von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zu stärken. Der Einfluss von automatisierten Systemen im Auto übersteigt das Auto als System. Die Fahraufgaben und Verantwortlichkeiten des Fahrers und damit die notwendigen Kompetenzen des Nutzers eines selbstfahrenden Autos werden sich in (naher) Zukunft enorm verändern. Eines der Arbeitspakete in PRAUTOCOL, WP2, konzentriert sich daher auf die Lizenzierung des Fahrers.

Rapp ist Arbeitspaketleiter von WP2 und trägt auch zur Wissensentwicklung in WP2 bei. Das Hauptziel von WP2 ist die Entwicklung und Evaluierung von Tools um menschliche Prüfer, die Fahrer von automatisierten Fahrzeugen zertifizieren müssen, zu unterstützen. PRAUTOCOL konzentriert sich insbesondere auf die SAE-Automatisierungsstufe 3, indem zunächst Systeme der Stufen 1 und 2 untersucht werden. Darüber hinaus wurden zwei Anwendungsfälle definiert: Autobahnfahren (insbesondere für PKW) und automatisches Andocken (für LKW).

On-Board Weighing für LKW

Überladene Fahrzeuge auf der Straße sind ein erhebliches Problem und beeinflussen die Verkehrssicherheit, die Straßenschädigung, die Umwelt und den Wettbewerb im negativen Sinne.

Rapp hat für Transport & Environment eine Machbarkeitsstudie über ein obligatorisches und integriertes Wiegesystem in LKW unter Berücksichtigung von technischen und organisatorischen Aspekten und Kosten ausgeführt.

Offene fahrzeuginterne Geräteplattform

Neben gesetzlich erforderlichen Geräten wie einem Fahrtschreiber (Tachograph) oder Mauterfassungsgeräten verwenden viele LKW freiwillig installierte Geräte zur Navigation oder für das Fuhrparkmanagement. In Zukunft werden voraussichtlich weitere verpflichtende Einrichtungen dazu kommen. Diese Vielzahl an elektronischen Geräten mit sehr unterschiedlichen Bedienkonzepten, Sicherheitsanforderungen und rechtlichen Grundlagen ist ineffizient und kostspielig.

Rapp hat im Auftrag der Europäischen Kommission in einer Reihe von Projekten (u.a. ITS Action Plan 4.1) untersucht, ob und wie möglichst viele dieser Geräte zusammengefasst werden können. Das Ziel sollte sein, verpflichtende Einrichtungen im Gesetz so zu definieren, dass sie „plattform-geeignet“ sind, also mit anderen Anwendungen zusammen auf einer offenen technischen Plattform im Fahrzeug installiert werden können. Unsere Empfehlungen wurden gut aufgenommen und beispielsweise in der Revision der Gesetzgebung zum digitalen Fahrtschreiber berücksichtigt.

Haftungen hinsichtlich ITS-Anwendungen und -Dienstleistungen

Wenn das Zusammenspiel mehrerer Akteure (Fahrzeughersteller, Gerätehersteller, Telekommunikationsbetreiber, Straßeninfrastrukturbetreiber usw.) gefordert ist, wie es beispielsweise bei kooperativen Systemen und bei automatisiertem Fahren der Fall ist, können Haftungsfragen eine Barriere für die Einführung von ITS-Anwendungen und -Dienstleistungen darstellen. Ziel des Projekts war es, dies in Bezug auf ausgewählte Anwendungen und Dienstleistungen zu untersuchen und auf Basis des rechtlichen, organisatorischen und technischen Befunds Maßnahmen zu definieren.

Rapp hat im Auftrag der Europäischen Kommission (ITS Action Plan 5.2) die aktuelle Rechtslage in mehreren EU-Mitgliedsländern sowie den USA gemeinsam mit einem Anwaltsbüro analysiert, auf Basis einer Stakeholder-Umfrage sowie der Diskussionsbeiträge einer Stakeholder-Tagung die Anforderungen der Stakeholder erhoben und Empfehlungen für die Europäische Kommission formuliert.

Klicken Sie hier - Audiofile: ITS Haftungen